[ Neue Gasdetektortechnologie von MSA AUER ]



Bereit für die Zukunft
[ Neue Gasdetektortechnologie von MSA AUER ]

In Abhängigkeit von ihrer Konzentration sind fast alle Gase und Dämpfe als gefährlich zu bezeichnen, da sie in Gemischen mit Luft explosibel oder toxisch sein können und damit eine Gefährdung für den Menschen darstellen. Explosible Gase stellen des Weiteren auch ein Gefährdungspotential für Fabrikationseinrichtungen dar, lässt sich doch in industriellen, gewerblichen und kommunalen Bereichen nicht mit  Sicherheit ausschließen, dass durch Fehlbedienungen, Anlagendefekte, Transportunfälle usw. in die Umgebungsluft gelangende Gase und Dämpfe entzündet werden. Folgekosten für durch Gasaustritte verursachte Schadensauswirkungen sind beson-ders in dicht besiedelten Gebieten von einer nicht zu unterschätzenden Bedeutung. Eine frühzeitige und sichere Warnung vor gefährlichen Gaskonzentrationen und vor Sauerstoffmangel ist daher als Mittel des Personen- und Anlagenschutzes zwingend notwendig, stellt aber gleichzeitig unterschiedliche Anforderungen an die einzusetzenden Gasdetektoren.

Mit einfacher Technik ausgestattete Gasdetektoren, deren Elektronik nur an die Signalverarbeitung einer Sensorart angepasst ist, sind zu relativ moderaten Kosten erhältlich und seit vielen Jahren im Einsatz. Das hört sich gut an, hat aber dazu geführt, dass Erweiterungen oder Veränderungen der Überwachungsaufgaben unter Weiterverwendung der bisher verwendeten Detektoren, wie auch die Einführung rationellerer Wartungsmethoden, nur in Ausnahmefällen kostengünstig möglich sind. Der oftmals geäußerte Kundenwunsch nach einer umfassenden Auslesung von Betriebsparametern jeder Messstelle der Gaswarneinrichtung blieb bisher ebenfalls meist unerfüllt.

Anforderungen aus der Praxis
Die stetige Verbesserung bestehender Produkte, auch angeregt durch Rückmeldungen der Anwender, war und ist für MSA AUER Verpflichtung. Durch die enger gewordene Bindung an die Muttergesellschaft MSA, und die dadurch entstandenen Synergieeffekte, ist MSA AUER in der Lage Aufgaben zu bewältigen, die auf eine wirtschaftliche Gesamtoptimierung der Gaswarntechnik ausgerichtet sind. Mit der MSA TRANSmitter-Baureihe ULTIMA X, einer Weiterentwicklung der im amerikani-schen Markt bereits seit vielen Jahren bewährten und erfolgreich eingesetzten Gasdetektorenserie ULTIMA,  ist es erstmalig gelungen, eine einheitliche Plattform für den Betrieb unterschiedlicher Gassensoren zu präsentieren. Die Integration katalytischer Sensoren oder IR-Detektoren zur Erfassung brennbarer Gase und Dämpfen ist hier-mit ebenso gegeben, wie die Kombination mit elektrochemischen Sensoren zur Messung von toxischen Gasen und von Sauerstoffmangel bzw. Sauerstoffanreicherung. Auf der Basis der genannten Komponenten können nun individuelle Konzepte bedarfsbezogen geplant und ausgeführt werden.
ULTIMA X ist für den weltweiten Einsatz konzipiert. Gerade in diesem Bereich sind die auffälligsten Veränderungen zu erkennen. ULTIMA X hat die Baumusterprüfung gemäß der Europäischen Direktive 94/9/EG [ATEX 100] während gleichzeitig die Anforderungen der UL erfüllt werden.
Nicht nur über weltweite Produktionsstätten verfügende Entscheidungsträger schätzen diesen Vorteil. 
 
Im Rahmen der Kundenbindung  ist die Bewertung von Wartungs- und Instandhaltungskosten von zunehmender Bedeutung. Durch die Verwendung weitestgehend gleicher Bauteile für die verschiedenen Varianten des ULTIMA X ergeben sich er-hebliche Reduzierungen bei den Folgekosten für die Ersatzteilbereitstellung. Es ist nicht mehr notwendig komplette Detektoren auszutauschen, vielmehr beschränkt sich die Instandhaltung dieses Systems im Wesentlichen auf den Austausch einzelner Komponenten. 

Eine weitere Folge hiervon ist die Minimierung des Aufwands für die Schulung des Personals im Umgang mit der ULTIMA X-Baureihe. Gleiche Abläufe beim Betrieb und beim Parametrieren des Gerätes erhöhen zudem die Betriebsicherheit, da das sonst oft anzutreffende Nebeneinander verschiedener  Bedienungsabläufe hier ent-fällt. Notwendige Abläufe sind automatisiert und fehlerhafte Bedienungen dadurch auf ein unvermeidliches Mindestmaß reduziert.

Flexibilität für jede Aufgabe
Die zentrale Baugruppe des ULTIMA X ist das aus Edelstahl gefertigtes und in der Schutzart „d“ [druckfest gekapselt] bescheinigtes TRANSmitter-Gehäuse. Es nimmt die Elektronik auf und an ihm werden die wechselbaren Sensormodule befestigt, letztere können auch in einer Entfernung von bis zu 30 m, z.B. an schwer zugäng-lichen Messstellen, abgesetzt installiert werden. Zur Vereinfachung der Installation verfügt das Gehäuse über insgesamt vier Anschlussgewinde, die wahlweise eine Kabelzuführung von links, rechts oder von unten erlauben. Eine stets optimale Sensorausrichtung, - katalytische und elektrochemische Sensoren senkrecht nach unten und Infrarotsensoren in der Waagerechten -, ist immer gegeben. Alle vier Bohrungen haben M 25 x 1,5- oder ¾“ NPT-Gewinde, damit länderspezifische Installationsarten möglich sind.
Das robuste Gehäuse kann bereits frühzeitig an seinem Bestimmungsort als Leergehäuse installiert und vorverdrahtet werden. Für die Inbetriebnahme des kompletten Detektors wird dann lediglich die Elektronik eingesteckt und der vorkalibrierte Sensor eingeschraubt. Für den Betreiber ist dieses sehr vorteilhaft: eine frühzeitige Installa-tion des Gasdetektors vor dem Abschluss anderer parallel durchzuführender Baumaßnahmen verkürzt die Betriebsstillstandszeiten. Zusätzlich besteht auch bei einer frühzeitigen Montage des Leergehäuses keine Gefahr der Beschädigungen sensibler Teile des Detektors durch noch ausstehende Baumaßnahmen, und nicht zuletzt wird ein negativer Einfluss von eventuell während der Bauphase vorhandener Schadstoffe auf die Lebensdauer der Sensoren ausgeschlossen.

Durch das große Sichtfenster im Gehäusedeckel ist jederzeit eine freie Sicht auf die steckbar im Gehäuse befestigte Elektronik des ULTIMA X möglich, wodurch, je nach Ausführung, die Messwertanzeige und zusätzliche Informationen abgelesen werden können. Auch in diesem Bereich setzt der ULTIMA X Akzente. Je nach Anforderungen des Betreibers stehen, in ihren Leistungen abgestuft, unterschiedliche Ausführungen der Elektronik [Single Board-Konstruktion] als Option zur Verfügung, die neben der Grundfunktion zusätzliche, kombinierbare Eigenschaften aufweisen:

- Messwertanzeige
- Alarm LEDs
- Alarmrelais

Drei Alarmschwellen und eine Störmeldung werden gebildet, für die vier optionale Relaisausgänge zur Verfügung stehen. Werden diese zum Ansteuern von vor Ort installierten Alarmmitteln verwendet, ist eine weitere Reduzierung von Installationskosten gegeben.
Ebenfalls optional sind zwei große, farbige LEDs [Quick Check], die den Betriebszustand, - Normalfunktion, Alarm  oder Störung -, schon aus größerer Entfernung erkennen lassen. Bei Unregelmäßigkeiten wechselt die Messwertanzeige in eine Klartextfehlermeldung, die durchlaufend erscheint, und die Art des erkannten Fehlers / der Störung beschreibt.

Gleiche Dimensionen und ihre steckbaren Anschlüsse verleihen den verschiedenen Ausführungen der ULTIMA X Elektronik eine leichte Austauschbarkeit, was nicht zuletzt bei gewünschten Erweiterungen ein leichtes Nachrüsten, bei nur kurzzeitigen Betriebsunterbrechungen, signifikant verein-facht. Dieses gilt auch für Hardware-Updates. Durch die Flexibilität des ULTIMA X Systems ist es möglich, Gasdetektoren bei zukünftigen Weiterentwicklungen nicht mehr komplett ersetzen zu müssen, der kostengünstige Austausch einzelner Baugruppen reicht völlig aus.

So ist z.B. für die Umrüstung des ULTIMA X auf die demnächst verfügbare „X3“ Ver-sion, hierbei können bis zu drei Sensoren simultan betrieben werden, lediglich der Austausch des Elektronikmoduls notwendig.


Funktionale Erweiterungen
Zur Bedienung aller ULTIMA X Gasdetektoren sind zwei Bedienmodule vorgesehen, die kabellos über eine Infrarotschnittstelle mit der Elektronik des Gasdetektors kom-munizieren.
Routinearbeiten, d.h. Null- und Empfindlichkeitsabgleich, werden mit der „Calibrator-Einheit“ mit einer einfachen Dreiknopf-Bedienung ausgeführt. Für die Erledigung die-ser und  aller darüber hinausgehenden Arbeiten, z.B. Einstellung von Alarmschwel-len und Messbereichsgrenzen, Auswahl von selbsthaltende /nicht-selbsthaltende Relaisfunktionen, Statusabfragen inkl. der zu erwartende Restlebensdauer des Sensors, etc., steht auch das menügeführte „Controller-Modul“ mit Tastatur und LCD-Anzeige zur Verfü-gung. Zum Schutz vor nicht autorisierten Eingaben bei besonders sensiblen Daten erfolgt bei diesem Gerät eine Passwortabfrage.

Um Gase und Dämpfe sicher erfassen zu können werden geeignete Sensoren benö-tigt. Verwendet werden bewährte katalytische-, elektrochemische- und Infrarotsensoren.
Deren Betrieb und Wartung konnte durch Fortschritte auf dem Gebiet der Mikroelektronik in den letzten Jahren erheblich vereinfacht werden.
Für den ULTIMA X werden ausschließlich vorkalibrierte Sensoren geliefert, welche, mit Ausnahme der IR-Sensoren, während des Betriebs unter Spannung im Feld, auch im Ex-Bereich, ausgetauscht werden können. Hierbei ist es unerheblich, ob ein verbrauchter Sensor ersetzt, oder ein Sensor für ein anderes zu detektierendes Gas an den ULTIMA X angeschlossen werden soll. Durch die im Sensormodul integrierte Elektronik mit ihrem standardmäßigen Sensorerkennungssystem, werden alle sensor-spezifischen Daten so aufbereitet, dass diese von dem zentralen Elektronik-modul im TRANS-mitter-Gehäuse erkannt und weiterverarbeitet werden können.
Alle Sensoren sind sofort einsatzbereit. Nach dem Einschalten und der automatischen Durchführung eines 30 sek. dauernden Tests gehen sie selbsttätig in die vorgesehene Messfunktion über. Um einem idealen Betrieb weitestgehend zu entsprechen, werden Temperatur- und Feuchteschwankungen automatisch kompensiert, unterstützt von einem ständig im Hintergrund laufenden Selbsttest. Bei Unterschreitung eines vorgegebenen Wertes wird ein Signal zum Sensorwechsel erzeugt, das auch als Klartextmeldung in der LCD-Anzeige erscheint. Sensoren können in der Werkstatt unabhängig von der am Messort installierten Elektronik geprüft und kalibriert werden, weshalb auch die Bereitstellung von Kalibriergasen am Messort eingespart werden kann.

 

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